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Expedition Basecamp:

B1262
3915 Kulusuk
East Greenland

 

 
Author: Lorenz Frutiger Created: 24.02.2009 14:33
Lorenz Frutiger ist IVBV Bergführer und lebt im Berner Oberland in der Schweiz. Er organisiert und koordiniert den deutschsprachigen Markt von PIRHUK - Grönland Expeditionen.

Drei Wochen in einer menschenleeren Gegend Bergsteigen, welcher Alpinist möchte das nicht? Von Anfang bis Ende Juli durfte ich wieder eine Expedition in Ostgrönland führen und erleben. Das Wetter war während der ganzen Zeit schön und warm. Wir hatten gerade mal 1 Stunde Regen! Ansonsten genossen wir den blauen Himmel und die angenehmen Temperaturen.

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Fitnesscheck vor der Sommerexpedition in Grönland. Gestern Freitag konnte ich, zusammen mit meinem Kollegen Lars Grau, die Lauperroute am Mönch bei guten Bedingungen begehen. Um 4.45 gings los - um 9.45 standen wir auf dem Gipfel. Wiederum eine Stunde später waren wir über die Normalroute abgestiegen. Geniale Route, super Tag!

Bedingungen: Bis 3300m sehr weicher Schnee, der Riss vor dem Schulterstand war Nass und zum Teil etwas vereist. Oberhalb des Schulterstandes herrschten ideale Bedingungen. Guter Trittschnee, die Felspartien waren trocken.

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Anfang Juni hatte ich gemeinsam mit 5 anderen Bergführern das Glück wieder einmal an einem exotischen Ort zu arbeiten. Für eine grosse amerikanische TV Produktion flogen wir in den Oman um die Sicherungsarbeiten zu koordinieren. Leider konnten wir das ganze nicht am vorgesehenen Ort filmen, da es kurz vor unserer Ankunft den heftigsten (und wahrscheinlich einzigen) Sturm seit 50 Jahren gegeben hat. So mussten wir umplanen und eine Ersatzlocation finden. Im "Grand Canyon" des Oman wurden wir schliesslich fündig, und konnten das Projekt zur Freude aller Beteiligten durchziehen.

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Am Dienstag war es wieder soweit - wir fuhren ins Verzascatal um die angefangene Route "Himmelsfinger" zu klettern. Diesmal hatten wir noch Oskar Gertsch als Verstärkung mit dabei. Wir stiegen zum schönsten der Schweiz auf, bereiteten alles Material vor und schliefen ruhig unter dem Sternenhimmel. Am nächsten morgen strateten wir früh - jümarten die fixierten Seile hoch und begannen etwa um 8.00 mit dem klettern. Am ersten Tag kletterten noch weitere 5 Seillängen. Am Ende der 7. Seilänge fanden wir ein Band zum Biwakieren, fixierten aber noch die 8. Länge am selben Tag. Auch am Donnerstag lief alles glatt, um 14.30 stiegen wir aus aus der Wand aus. Super Route, genialer Platz - vielen Dank den Erstbegehern!

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Am Wochenende hat es sich wieder mal gezeigt: wenn man ein wenig Mehraufwand nicht scheut findet man stille Ecken; auch in den Alpen. Zum letzten mal in dieser Skisaison ging es in den Schnee. Zusammen mit der Jugendorganistion Grindelwald...

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Das Wetter im Norden war während der letzten 2 Wochen anhaltend schlecht, daher ab in den Süden, Bigwallklettern! Zusammen mit Dres Abegglen, wollten wir eine Route an der Poncione d'Alnasca begehen. Alles verlief gut: Anreise -Materialtransport zur Wand (etwa 30kg pro Person, 1100 Höhenmeter hochtragen) - Übernachtung im 5 Sterne Biwak und am nächsten Morgen Einstieg in die Route. Für die ersten 3 Seillängen (bis A2+) brauchten wir einige Zeit, mussten wir uns doch erst (wieder) an die Technokletterei gewöhnen. In der 4 Seillänge standen wir dann vor einem Problem: "Dres, wo ist der 2. Skyhook?" - leider im Auto geblieben. 60kg Material hochgeschleppt und ein Hook zu wenig?! Das kann doch wohl nicht wahr sein. So eierte ich mich mit einem unpassenden Hook noch zum nächsten Bohrhacken hoch, sah dann aber ein, dass das ganze so nicht funktionieren würde. Zurück im Stand bauten wir erst mal das Portaledge auf und übernachteten in der Wand. Am nächsten Morgen fixierten wir dann die ersten 3 Seillängen, deponierten das Material und stiegen ins Tal ab. Wir werden in den nächsten 2 Wochen zurückkehren...

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Am letzten Wochenende wurde der 38. internationale Skiwettkampf der Berführer ausgetragen. Obwohl das Niveau in allen Kategorien sehr hoch ist (etliche ehemalige Weltcupfahrer sind jeweils am Start), steht der Gesellschaftliche Anlass im Vordergrund. So werden jedes Jahr Freundschaften geknüpft und gefestigt. Der Anlass bietet einen tolle Gelegenheit sich mit Berufskollegen auszutauschen, Erlebtes zu besprechen oder neue Ideen auszuarbeiten. Zudem ist es einer der wenigen Anlässe im Jahr wo alt und jung zusammen eine tolle Zeit verbringen.

Ich startete in der Kategorie Telemark und belegte nach einen heftigen Sturz den letzten Platz. Ich hoffe im nächsten Jahr läuft es besser...

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Die letzten zwei Tage verbrachte ich im Aletschgebiet. Das Wetter war unglaublich und die Verhältnisse gut. Nach über einem Monat auf Meereshöhe in Grönland hatte ich am ersten Tag allerdings etwas Mühe mit der Höhe - soll vorkommen. Bei schönstem Wetter standen wir um 9.15 auf dem Gipfel der Jungfrau. Die Aussicht war grandios - die Abfahrt Richtung Konkordiahütte auch. Am zweiten Tag stiegen wir zum Gletscherjoch auf und von dort erreichten wir bald die Äbeni Flueh. Danach flogen wir förmlich Richtung Lötschental...

Verhältnisse: Jungfrau - Allgemein liegt wenig Schnee. Viele Spalten sind schon recht offen. Die Traversierung am Rottalsattel ist auf einem kurzen Stück (10m) schon fast blank, dasselbe weiter oben Richtung Gipfel( 20-30m). Äbeni Flueh - Der Zustieg vom Gletscherjoch ist am ausapern im Moment aber noch gut machbar. Die Abfahrt ins Lötschental: Bis Fafleralp fahrbar.

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Die Frühjahrssaison in Grönland ist für mich nach über einem Monat im Hohen Norden zu Ende. Dank sehr stabilen Wetterverhältnissen und genialen Bedingungen fürs Skifahren, war es wohl eine der besten Saisons schlechthin. Mitte März reiste ich zusammen mit meinem Kollegen Lars Grau via Island nach Grönland... Die Vorbereitungen verliefen wie gewohnt - improvisieren angesagt, Grönland eben. Bald war aber alles geregelt und sowohl das Essen als auch das Material standen bereit. Unseren Expeditonen konnte nichts mehr im Wege stehen. Die ersten 2 Wochen war ich mit 3 Engländern unterwegs. Der Hauptfokus war klar das Bergsteigen. Da aber die Schneeverhältnisse sehr gut waren konnte ich sie auch mal für eine Skitour begeistern, so entstand eine äussert abwechslungsreiche Expedition. Es gelangen uns sogar ein paar neue Routen im Bereich WS.

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Crack Baby zum zweiten. Nachdem Lucas und ich schon letzten Mittwoch einen Anlauf genommen hatten (es waren schon 2 Kletterer vor uns in der Route, schade) hat es heute geklappt. 3.30 Tagwach - Kaffee - 4.00 Uhr Abfahrt - Wanderung zum Einstieg - 8.00 Einstieg - 12.30 am Top - abseilen - Abstieg - Apéro - Hammertag.

Verhältnisse: Temperatur am Einstieg -3 Grad. Das Eis im unteren, einfacheren Teil ist dünn, "beisst" aber perfekt. In der Mitte ist sehr wenig Eis (kurze Seillänge, 15m, Crux). Oben war es kompakt aber recht splittrig. Es bestehen bereits diverse Sanduhren zum abseilen.

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